Die 5 Prinzipien der Osteopathie
Struktur und Funktion
Strukturen und deren Funktionen stehen in enger Wechselwirkung. Veränderungen der Struktur können die Funktion beeinflussen und umgekehrt. Zentral für dieses Prinzip ist die Bewegung. Wenn beispielsweise ein Gelenk aufgrund einer Blockade in seiner Bewegung eingeschränkt ist, können die vorgesehenen Bewegungen nicht ausgeführt werden. Gleiches gilt für Organe: Organe sind auf Bewegung und Gleitfähigkeit angewiesen. Narben oder Mikroentzündungen können Verklebungen verursachen und so die eigentliche Funktion des Organs beeinträchtigen.
Selbstheilungskräfte
Der Körper besitzt natürliche Selbstheilungskräfte. Nach einer Verletzung startet er eigene Heilungsprozesse, wie beispielsweise das Verschließen einer Wunde. Ein zentraler Aspekt der Osteopathie ist die Salutogenese, die sich auf das Gesundwerden und Gesundbleiben konzentriert. Osteopathische Behandlungen zielen darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, beispielsweise durch das Lösen von Gewebespannungen oder die Verbesserung der Beweglichkeit bestimmter Strukturen.
Der Körper bildet eine Einheit
Alle Strukturen des Körpers stehen miteinander in Verbindung und bilden eine funktionelle Einheit. Ursache und Symptom sind daher nicht immer am selben Ort lokalisiert.
Die Durchblutung
Eine gute Durchblutung und der Fluss anderer Körperflüssigkeiten wie der Lymphflüssigkeit sind wichtige Voraussetzungen für die Versorgung des Gewebes. Dazu gehört die Versorgung mit Nährstoffen und der Abtransport von Abfallprodukten. Durch die Mobilisierung von Strukturen wie Gelenken soll dieser Prozess unterstützt werden.
Der Mensch, nicht die Krankheit
Im Mittelpunkt der Behandlung steht nicht das Symptom oder die Diagnose, sondern der Mensch mit seinem Körper, seiner Psyche und seiner individuellen Lebenssituation.